Ich bin zurück mit einem Apfel-Birnen-Schokoladen-Cake

Es fühlt sich gut an, sehr gut sogar.

Ich bin zurück bei meinen Bloggerfreunden. Yipii.

Die letzten paar Monate waren sehr turbulent und ich hielt es für nötig eine Auszeit vom bloggen zu nehmen und mich anderen Dingen zu widmen. Aber der Frühling ist wieder da und es ist Zeit alles Schlechte hinter sich zu lassen und einen neuen Start in ein neues Bloggerjahr anzugehen.

Was könnte ein besserer Start sein, als meine zwei liebsten Zutaten zu kombinieren? Schokolade und Birne. Ich fand schon immer, dass sich diese beiden Zutaten perfekt ergänzen. Die süsse, saftige Birne und die bittere dunkle Schokolade. Süss auf einer ganz neuen Ebene.

image2

Das Rezept habe ich auf www.swissmilk.ch gefunden. Für all meine deutschsprechenden Blogleser, dies ist eine super Rezeptdatenbank. Darunter hat es viele Schweizer Rezepte, aber natürlich nicht nur. Oftmals wenn ich Zutaten in meinem Schrank finde und diese dann in Google eingebe (in der Suche für Eingebung) kommen Vorschläge von dieser Webseite.

image1

Apfel-Birnen-Schokoladen-Cake

  • Portionen: 12
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Zutaten:
175g weiche Butter
200g Zucker
1t TL Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eier
200g Äpfel, entkernt und an der Röstiraffel gerieben
200g Birnen, entkernt und an der Röstiraffel gerieben
300g Mehl
1TL Backpulver
150g dunkle Schokolade, grob gehackt

Anleitung:

1. Die Butter weich rühren, bis sich Spitzchen bilden. Zucker, Vanillezucker, Salz und Eier hinzufügen.
2. Gut vermischen bis die Masse hell ist.
3. Äpfel und Birnen hinzufügen.
4. Zuletzt Mehl, Backpulver und Schokolade hinzufügen und gut verrühren.

Die Masse in eine 30cm lange Cakeform füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 180° für 60-65 Minuten in der unteren Hälfe backen.

image4

Advertisements

Grittibänz

Heute ist der 6. Dezember.

Wir alle wissen, was das bedeutet. Nicht wahr?

IMG_1597

Der Samichlaus kommt. ‘Samichlaus’ ist die Schweizer Version vom St. Nicholas und kommt am 6. Dezember vorbei um den guten Kindern Geschenke zu bringen. Sein Helfer Schmutzli bringt den unartigen Kindern dann eine Rute, damit sie mal eins auf den Hintern bekommen und sich im nächsten Jahr etwas artiger benehmen ;-). Natürlich ist das alles nur symbolisch und auch Ruten haben heute Schokolade dran.

Aber traditionell hat der Samichlaus nicht einfach teure Geschenke wie Spielsachen vorbei gebracht, sondern Nüsse, Mandarinen, Äpfel und später auch Schokolade in einem Strohsack. Ich erinnere mich noch, wie wir manchmal am Vorabend unsere Schuhe vor die Haustüre gestellt haben und am nächsten Morgen hatte der Samichlaus dann etwas für uns dagelassen.

Aber, he ho, ich habe ganz die Spezialität vom Samichlaustag vergessen. Das sind nämlich Grittibänzen. Das Rezept kommt vom Zopf und wird dann in vier geteilt und zu kleinen Grittibänzen geformt. Am besten schmeckt der Brotteig in eine schön, warme Ovo getunkt.

IMG_1598

Grittibänz für den Samichlaustag

  • Portionen: 4 kleine Grittibänzen
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Zutaten
500g Zopfmehl
1,5 TL Salz
3 EL Zucker
20g frische Hefe, zerbröckelt
60g weiche Butter
3dl lauwarme Milch

1 Ei, verklopft

Anleitung
1. Das Mehl, Zucker, Salz und die Hefe in einer Schüssel vermischen.
2. Die Milch und Butter dazugeben.
3. Ca. 10 Minuten zu einem weichen und geschmeidigen Teig kneten.
4. Ca. 2 Stunden in einer Schüssel bei Raumtemperatur aufgehen lassen (der Teig muss um das Doppelte aufgehen).

Ich decke die Schüssel normalerweise mit einem Küchentuch, welches ich mit warmen Wasser besprinkelt habe. Das hilft beim aufgehen.

1. Wenn der Teig sich verdoppelt hat in vier Portionen teilen.
2. Den Teig in eine Rolle formen und Arme und Beine mit einem scharfen Messer einschneiden.
3. Je nach Geschmack dekorieren. Zum Beispiel mit Sultanienen oder Nüssen.
4. Alle 4 Portionen mit dem Ei bestreichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°, 25 Minuten backen.

IMG_1599

Das Einzige was jetzt noch fehlt um in die Weihnachtsstimmung zu kommen ist Schnee. Es war zwar in den letzten Tagen sehr kalt, aber gereicht hat es leider noch nicht. Daher drücke ich jetzt ganz fest die Daumen, dass es doch nocht klappt. Man weiss ja nie.

IMG_1600

Bananenbrot

Ich bin nicht unbedingt verrückt nach Bananen. Ich meine, für Mangos, Beeren oder Avocados, mache ich glatt mal Luftsprünge. Aber für Bananen? Ich mag Bananen, ehrlich. Und ich esse sie auch oft. Die sind halt so praktisch zum transportieren, füllen den Magen und schmecken anständig. Daher habe ich auch nie an einen anderen Verwendungszweck der Banane – ausser der rohen Form – gedacht.

Aber.. dann habe ich das Bananenbrot entdeckt!

Na ja, ich habe das vor ein paar Jahren auf einer Reise (hier in der Schweiz kennt man Bananenbrot eigentlich nicht) probiert und erinnere mich gedacht zu haben ‚Oh! Das ist eigentlich ganz lecker‘. Aber aus den Augen aus dem Sinn, habe ich das Bananenbrot dann wieder vergessen. Die Jahre flogen vorbei und plötzlich hatte ich einen Food Blog.

Ja, mein Blog hat mir das Bananenbrot wieder näher gebracht. Um genauer zu sein, ihr Lieben da draussen, mit euren tollen Rezepten vom Bananenbrot. Da wusste ich, dass ich es selber ausprobieren muss. Zusätzlich hatte ich noch eine wirklich alte Banane im Früchtekorb, die nun wirklich verarbeitet werden musste (nicht die in den Bildern, sondern eine viel ältere Banane).

DSCF3448

Wie immer ging es dann ab ins Internet, um ein Rezept zu suchen, dass meiner Vorratskammer entsprach. Auf BBC Good Food wurde ich dann bei einem ganz einfachen Rezpet fündig. Ich mag diese Website wirklich sehr. Ich finde immer wonach ich suche, alles ist so toll erklärt und es gibt praktisch immer ein einfaches Rezept. Genau mein Geschmack.

Bananenbrot

  • Portionen: 1 Mini Cakeform (1/4 einer normalen Cakeform)
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Zutaten
70g Butter
70g Zucker
1 Ei (verquirlt)
70g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 sehr reife Banane, zerdrückt
20g weisse Schokoladenchips

Anleitung
1. Die Butter und der Zucker mit dem Schwingbesen des Handrührgeräts verrühren, bis die Masse leicht und fluffig ist.
2. Das Ei und Mehl hinzufügen und gut verrühren.
3. Das Backpulver und die Banane hinzugeben und gut mischen.
4. In die vorbereitete Form geben.

Im vorgeheizten Ofen bei ca. 180° für 25 Minuten backen.

Das könnte nun glatt mein letztes ’normales‘ Rezept in diesem Jahr sein. Der Weihnachtsrausch steht vor der Tür (für manche hat dieser bereits begonnen) und mich juckt es ungemein endlich mit dem Weihnachts- und Adventsbacken anzufangen. Ich wette, dass ich mindestens 5 kg diesen Winter zulegen werde. Gut, dass ich soeben dem Fitnesszenter beigetreten bin (Ich musste – wirklich. Seit dem Start meines Blogs sind meine Hosen ungemein eingegangen..). Ich werde auch gleich Vollgas geben. Morgen habe ich eine 2.5 stündige Einstufung meines Fitnesslevels. Oh je. Ich esse besser noch etwas Bananenbrot. Energie und so. Aber keine Angst, sollte ich von der Blogbildfläche verschwinden, sitze ich wahrscheinlich nur in einem Eckchen um meine Atemwege zu beruhigen (oder eher: liege luftschnappend am Boden).

Ich nehme mir besser noch ein wenig Bananenbrot…

DSCF3450

Vom Tiramisu inspirierte Roulade

Wo habe ich denn nur gesteckt?

Gute Frage. Ich bin mir selber nicht sicher.

Aber kennt ihr das, wenn die Zeit immer knapp ist, wenn man dieses und jenes erledigen sollte und die Energie reicht nur für die Hälfte davon? Nun, so ist es mir in den vergangenen Wochen ergangen. Und ich gebe beschämt zu, dass ich meinen Blog und euch in den letzten Wochen etwas vernachlässig habe. Das soll sich nun wieder ändern (aber drückt mir dafür trotzdem die Daumen).

Um zu zeigen wie leid es mir tut, habe ich euch dieses Cake gebacken. Na ja, eigentlich ist es eine Roulade. Ich habe das Rezept von Katerina’s Blog Diethood. Sie machte diese wunderfolle Tiramisu Cake Roll und ich musste diese einfach selber ausprobieren. Aber wer mich kennt weiss, dass ich ein paar Zutaten ausgewechselt und ein ganz anderes Rezept für den Teig benutzt habe.

141111 Tiramisu Swiss Roll Cake

Vom Tiramisu inspirierte Roulade

  • Portionen: 1 roll
  • Schwierigkeit: medium
  • Drucken

Zutaten für den Teig
70g Zucker
3 Eigelbe
1 EL heisses Wasser

3 Eiweisse
1 Prise Salz
2 EL Zucker
70g Mehl

1 TL Kakaopulver
1/2 TL Wasser

Zutaten für den Sirup
1dl Kaffee
2 TL Zucker
1 EL Kaffeelikör

Zutaten für die Füllung
250g Mascarpone
1 Prise Zimt
1/4 TL Kakaopulver
1 EL Kaffeelikör
120ml kalter Doppelrahm

Kakao zum bestreuen

Anleitung für den Teig
1. Rühre den Zucker, Wasser und die Eigelbe mit dem Handmixer (Schwingbesen) ca. 5 Minuten, bis der Teig schaumig ist.
2. In einer anderen Schüssel; schlage die Eiweisse und das Salz steiff. Gib den Zucker hinzu und schlage weiter bis glänzig.
3. Vorsichtig abwechslungsweise das Mehl und der Eischnee unter die Eigelbmischung ziehen.
4. Ca. 3 EL der Mischung in einer Tasse zur Seite stellen.
5. Den restlichen Teig ca. 5mm dick und gleichmässig auf dem Backblech zu einem Rechteck streichen.
6. In der Zwischenzeit den Kakao und das Wasser mit den 3 EL Teig in der Tasse verrühren.
7. Nun die Kakaomischung mit einem Spritzsack auf den Teig geben. Je nach Wunsch dekorieren. Ich habe eine Fonduegabel benutzt um eine schöne Form zu bekommen.

Im vorgeheizten Backhofen bei 220° ca. 6 Minuten backen. Sobald die Backzeit um ist, das Blech aus dem Ofen nehmen und den Teig sofort auf ein frisches Backpapier stürzten. Die Rückseite mit dem alten Backpapier mit einem nassen Tuch durchstreichen, damit löst sich der Teig besser. Nun das alte Backpapier abziehen und den Teig sofort mit dem neuen Backpapier aufrollen und abkühlen lassen.

Anleitung für den Sirup
1. Msche den Kaffee mit dem Zucker.
2. Sobald der Kaffee ausgekühlt ist, gib den Likör hinzu, mische und stell beiseite.

Anleitung für die Füllung
1. Den Mascarpone, Zimt, Kakao und Kaffelikör in eine grosse Schüsselgeben.
2. Verrühren, bis alle Zutaten gut vermisch sind.
3. In einer anderen Schüssel den Rahm steif schlagen.
4. Den geschlagenen Rahm und die Mascarponemischung gut vermischen.
5. Für später zur Seite stellen.

Die Roulade zusammenfügen
1. Das nun abgekühle Cake wieder entrollen.
2. Den Sirup mit einem Pinsel leicht auftragen. Nicht zu fest durchtränken, ansonsten bricht der Teig beim rollen auseinander.
3. Die Füllung auf dem Teig verteilen und dabei einen Rand von ca. 2cm lassen.
4. Das Cake vorsichtig wieder aufrollen.
5. Die Ränder abschneiden und bei Bedarf mit Kakao bestreuen.

DSCF3432

Die Roulade bringe ich nun zum morgigen Fiesta Friday. Ich habe mich schon sooo dannach gesehnt wieder teilnehmen zu können, denn obwohl etwas abwesend, habe ich trotzdem meine Mitblogger verfolgt. Daher bereits heute Happy Friday!

Florentiner

Was ist der beste Keks auf der ganzen Welt? Natürlich Florentiner! I mag jede mögliche Version von den Florentinern. Meine sind ähnlich wie die, welche meine Mutter immer zu Weihnachten gemacht hat. Klebrig, süss und ein bisschen knusprig. Aber eigentlich mag ich alle Versionen. Auch die vom Supermarkt. Die sind dann sooo knusprig. Wirklich knusprig. Die mag ich auch. Ich weiss eigentlich gar nicht wie die Florentiner sein müssten. Aber das ist auch egal. Hauptsache die bestehen alle aus Schokolade und Mandeln.

DSCF3415

Daher war es nun an der Zeit, dass ich mal selber Florentiner backe (normalerweise backe ich die nicht, sondern esse sie nur). Wahrscheinlich liegt die lange Leitung daran, dass es echt schwierig ist, etwas dass man so mag selber auch genau so hinzubekommen. Aber ich hatte in letzer Zeit so viele Versionen auf dem Internet gesehen, da musste ich einfach auch mal ran. Und ja, mein erster Versuch war auch gleich ein Erfolgt. Daher bin ich umso glücklicher mein Rezept mit euch zu teilen.

Florentiner

  • Portionen: 30 Kekse
  • Schwierigkeit: medium
  • Drucken

Ingredients
1 EL Butter
1,5 dl Rahm
1 TL Honig
100g Zucker
100g kandierte Früche, zerkleinert
50g Mandelblättchen
50g Mandelstifte

2-3 EL Mehl

125g Kuchenglasur

1. Als erstes die Butter, den Rahm, Honig und Zucker langsam aufkochen.
2. Die Hitze reduzieren und die kandierten Früchte und Mandelvarianten hinzufügen und gut mischen.
3. Ca. 3 Minuten köcheln lassen.
4. Das Mehl hinzugeben und rühren bis sich die Masse verdickt.
5. Vom Kochherd nehmen und mit zwei Kaffeelöffel kleine Häufchen auf das Blech verteilen.
6. Lasst zwischen den Keksen viel Raum, da sich die noch auslassen.
7. Versucht die Häufchen etwas runterzudrücken, damit der Keks etwas knuspriger wird.

Im vorgheizten Ofen bei 220° ca. 5 Minuten backen. Immer schön zuschauen, da eine Minute zuviel schon zu verbrannten Florentiner führen kann.

Sobald etwas abgekühlt die Kuchenglasur schmelzen und die Kekse hineintauchen. Oder alternativ mit dem Pinsel anstreichen. Nun auskühlen lassen.

DSCF3414

Ihr habt wahrscheinlich gemerkt, dass es in letzter Zeit etwas still in meinem Blog war. Das ist weil ich wieder zur Schule gehe. Na ja, so ungefähr, ich bin nun schon seit ein paar Jahren bei der Open University und schlürfe langsam meinem BA in Englisch und Literatur entgegen. Ich versuche es zumindest. Aber wie heisst es so schön „der Weg ist das Ziel“. Ich finde es echt spannend, aber manchmal frage ich mich schon was Shakespeare mir hier eigentlich genau sagen will. Daher sind diese Kekse perfekt um die Zuckerwerte beim lernen wieder etwas in die Höhe schellen zu lassen um die nächsten Stunden zu überstehen. 😉

Daher an all meine Mitstudenten, backt diese Kekse und euch wird es besser gehen. Versprochen!

DSCF3413

Birnen-Schokoladen Mini Gugl

DSCF3401

Ich habe kürzlich über Herbstgerichte und Herbstbackwaren nachgedacht. Natürlich gibt es naheliegende Nahrungsmittel wie Kürbis und Apfel, Pilze und Marroni. Aber wie steht es eigentlich um die leckere, kleine Frucht, die immer hinter dem Apfel versteckt wird? Ja genau, ich rede hier von der Birne. Offensichtlich, richtig? Auch nach dem vielen nachdenken bin ich mir noch nicht sicher, warum der Apfel so sehr gegenüber der Birne bevorzugt wird. Birnen sind saftig, schmecken lecker, haben eine tolle Farbe, sehen gut aus, und haben meinen Geschmacksnerven nach weniger Säure als der Apfel und sind natürlich auch ganz schön vielseitig. Es ist mir also ein Rätsel warum die Birne nicht die top Frucht der neuen Saison ist.

Aber vielleicht liegt es auch an den wunderbaren Erinnerungen, welche ich mit der Birne verbinde und weshalb sie mich so anspricht. Ich bin in einem alten Bauernhaus auf dem Land aufgewachsen. Ich meine es war alt. Wortwörtlich. Wir heizten noch mit Holz und die heisse Schokolade (oder wohl eher Ovo) wurde morgens auf dem soeben eingeheizten Ofen von Papa gewärmt, während wir uns quälend unter der Decke anzogen weil das Haus noch immer kalt war (niemand hat logischerweise in der Nacht Holz nachgelegt). Aber das hat natürlich unsere Abwehrkraft gestärkt. Ich kann mich nur an ein Mal erinnern als ich tatsächlich mit Fieber im Bett lag (die anderen Male war ich bloss ein Jammerlappen). Abgesehen davon hatten wir einen riesigen Garten zur Verfügung in welchem Zwetschgen, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren (wir hatten soviele, meine Eltern „mussten“ Wein daraus herstellen) und vieles mehr und natürlich auch einen riesigen Gemüsegarten. All diese wunderbaren Köstlichkeiten wuchsen in unserem hinteren Garten und beschützend gross vor dem Haus war ein Birnenbaum. Obwohl die Birnen „nur“ Kochbirnen waren, mochte ich diesen Baum unheimlich gerne. Alt und stämmig gab er im Herbst unter seinen gefallenen Blättern Igeln ein Dach über dem Kopf und Schatten für unser Auto im Sommer. Ein Baum voller Leben.

Daher ja, ich mag Birnen.

DSCF3396

Wegen all diesen Gründen musste ich nun endlich ein Birnenrezept ausprobieren. Ich hoffe ihr mögt es genauso wie ich.

Birnen-Schokoladen Mini Gugl

  • Portionen: 15 cakes
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Ingredients
40g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 kleines Ei
25g Butter, geschmolzen und abgekühlt
1 TL Zitronensaft
8g or 2 Ecken Milchschokolade (fein geschnitten oder gerieben)
1 Prise Zimt
75g Mehl
1/4 TL Backpulver
1 Prise Salz
1/2 Birne, geschält und in kleine Quadrate geschnitten

4 Ecken weisse Schokolade zum dekorieren

1. Mische den Zucker, Vanillezucker und das Ei schaumig.
2. Füge die Butter und den Zitronensaft hinzu und mische gut.
3. Füge nun das Mehl, Zimt, Schokolade, Backpulver, Salz und vermische den Teig.
4. Zum Schluss füge noch die Birnen hinzu und vermische das Ganze.
5. Spritze in die bereitgestellte Mini-Gugl-Form.

Bei 200° im vorgeheizten Ofen für ca. 16 Minuten backen. Sobald abgekühlt mit der geschmolzenen, weissen Schokolade dekorieren.

DSCF3400

Ich denke meine Gugl waren etwas zu lange im Ofen, daher habe ich die Backzeit für euch angepasst. Aber die Kombination von Birne und Schokolade ist für mich auch bei zu lange gebackenen Cakes ein Hit.

DSCF3404

Okay, dass wars von mir heute. Ich werde mich nun hinlegen und von Birnenbäumen träumen.

Kürbisrisotto

Ich erinnere mich kaum an Kürbis in meiner Jugend. Das Einzige was wir ab und zu gegessen haben war Kürbissuppe (und das auch nur im Restaurant). Erst als ich langsam zum Teenager herangewachsen bin, war Kürbis als Nahrungsmittel etwas besser erhältlich und wurde zum In-Gemüse. Das hat wohl mit der Verbreitung von Halloween zu tun. Dieses Fest gibt es hier nämlich noch gar nicht so lange. Daher sehe ich den Kürbis noch heute als eher „exotisches“ Gemüse und ist daher in meiner Küche noch nicht sehr verbreitet.

DSCF3393

Aber seit ich Teil dieser tollen Essensblogger-Gesellschaft bin, habe ich sooo viele tolle Kürbisrezepte gesehen, dass ich auch mitmachen will. Risotto war auch das erste Gericht, dass ich nach meinem Auszug von meinem Elternhaus, einwandfrei kochen konnte. Für mich ist Risotto super einfach und klappt immer. Aber wenn ich mal eine Sauce zaubern sollte.. Oh je, Feuer und Rauch!

Kürbisrisotto

  • Portionen: 2
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Zutaten:

150g Risottoreis
500ml Gemüsebouillon
0.5ml Weisswein
50g Kürbis, gewürfelt und gekocht
½ Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst

Parmesan je nach belieben
Salz und Pfeffer nach belieben

1. Die Zwiebel und den Knoblauch bei mittlerer Hitze anbraten.
2. Den Risottoreis nach ein paar Minuten hinzugeben und dünsten bis er glasig ist.
3. Mit dem Weisswein ablöschen und anschliessend bei kleiner Hitze köcheln lassen.
4. Sobald der Wein mehrheitlich absorbiert ist, ein bisschen der Gemüsebouillon hinzugeben. Niemals die ganzen 500ml auf einmal hinzugeben, sondern immer wieder ein bisschen bis dies verdunstet ist.
5. In der Halbzeit den Kürbis hinzugeben.
6. Ihr brauch vielleicht etwas weniger oder mehr Bouillon, je nach Hitze und Kochzeit des Reises. Einfach mehr hinzugeben bis der Reis gekocht und eine cremige Konsitenz hat.

DSCF3390

Focaccia

Wie ich euch in einem früheren Beitrag erzählt habe, sind meine Gedanken seit neuestem bei „Essen für 1“. Und das erste dass mir eingefallen ist war die herrliche Focaccia!

Ihr denkt wahrscheinlich „das ist doch nur Brot und keine Mahlzeit“. Stimmt, aber die Focaccia ist so vielseitig. Man kann ein Sandwich daraus basteln, oder es mit einem kleinen Salat essen. Natürlich könnte ich mich auch in der Kantine zu meinem Banknachbarn hinüberbeugen und meine Focaccia in seine (hoffentlich) hausgemachte Sauce tunken. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Sehr lang. Ich beschloss den ersten Teil meiner Focaccia zum Abendbrot zu verspeisen (das ist normalerweise Käse und Aufschnitt oder ähnliches. Ich wohne schliesslich in der Schweiz) und den Rest zum Mittagessen. Magisch in ein Sandwich verwandelt.

Wenn ich an der Focaccia etwas liebe, dann ist es die Textur. Wenn man den Teig lange genug (aber nicht zu lange) knetet, erhält man im Endprodukt diese wundervollen kleinen Luftlöcher, welche den Teig so leicht machen. Das restliche Olivenöl und die Salzkörner streue ich kurz vor dem Backen über meine Focaccia. Lecker.

DSCF3362

Focaccia

  • Portionen: 1 loaf
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Ingredients:

250g Mehl
2/3 TL Salz
10g Hefe, zerkrümelt
1,6 dl lauwarmes Wasser
1,5 EL Olivenöl

Olivenöl je nach Geschmack
Rosmarin je nach Geschmack
Salz je nach Geschmack

1. Vermische das Mehl mit dem Salz und der Hefe in einer Schüssel.
2. Füge das Wasser und Olivenöl dazu und verarbeit das Ganz in einen geschmeidigen, weichen Teig.
3. Den Teig zugedeckt bei Raumtemepratur ca. 1 Stunde aufgehen lassen.
4. Den Teig vorsichtig auf ein Backblech geben und sanft in ein ca. 2 cm dicke Form drücken.
5. Ein paar Kreuze mit dem Messer einschneiden.
6. Salz, Rosmarin und das Olivenöl je nach Geschmack auf den Teig streuen.

Ca. 25 Minuten bei 220° im vorgeheizten Ofen backen.

DSCF3367

Apfelkuchen Version 2.0

Der Herbst hat einen wundervollen Start hingelegt. Obwohl es morgens sehr kalt ist (aber so soll ein richtiger Herbst auch sein) erfreuen uns die Tage mit warmen Sonnenschein währen wir eine Tasse Tee im Grünen schlürfen. Wunderschön. Der Herbst ist wohl meine liebste Jahreszeit.

In diesem Sinne, sagt nichts mehr „Herbst“ wie Äpfel. Die sehen sogar wie Herbst aus mit ihren grellen Farben. Daher bringe ich euch ein Apfelkuchenrezept. Ich weiss genau was ihr denkt. Sie hat das doch schon mal gemacht und lange her ist es auch noch nicht. Laaannngggweilig. Na ja, stimmt. Aber dieses Rezept ist die Version 2.0. Kleiner (da ich jetzt nur noch für 1 Person koche), besser und viel leckerer. Ich konnte euch dieses Rezept doch nicht vorenthalten, oder?

DSCF3368

Apfelkuchen Version 2.0

  • Portionen: 2
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Zutaten für den Teig:

200g Mehl
½ TL Salz
100g Butter, kalt in Stückchen
½ dl Wasser

1. Das Mehl mit dem Salz mischen.
2. Die Butter hinzugeben und in den Teig arbeiten bis es eine krümelige Masse ist.
3. Wasser von der Mitte an einrühren und zu einem Teig formen (nicht kneten).
4. Die Hälfte für das nächste Mal einfrieren und die andere Häflte für diesen Kuchen benutzen.
5. Teig ausrollen und in die Form geben.
6. Ca. 30 Minuten an einem kühlen Ort ruhen lassen, anschliessend mit einer Gabel einstechen.

Zutaten für die Füllung (für eine runde Form von Ø 19cm):
3 mittelgrosse Äpfel
2 EL gemahlene Haselnüsse
2 Eier
1/2 – 1dl Milch
1 TL Zimt
1 TL Vanillezucker
1 EL Aprikosenkonfitüre

1. Die Äpfel schälen und in Scheiben schneiden.
2. Die Haselnüsse auf dem Teigboden verteilen.
3. Die Äpfel auf dem Teig und den Haselnüssen gleichmässig verteilen.
4. Eier, Milch, Vanillezucker und Zimt gut mischen.
5. Den Guss über den Kuchen giessen.

Ca. 40 minutes bei 200° backen. Nach der Backzeit den noch warmen Kuchen mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen.

Hat euch mein Kuchen geschmeckt? Ich hoffe! Meiner war innert wenigen Minuten verputzt.
DSCF3373

Ich bin letztens auch etwas gereist. Seit mein Partner für ein Studium zurück nach Irland gezogen ist, war mein Bedürfnis ihn zu besuchen gross. Das bedeutet, dass ich im schönsten Sonnenschein den Pier in Dun Laoghaire entlangschlendern konnte, die Herbstsonne in einem tollen Café  in Dalky genoss (wenn ihr mal in der Gegend seid, solltet ihr undbedingt das Tramyard besuchen) und während der Kulturnacht Dublin erkunden konnte. Oh und natürlich darf ich den besten Muffin, den ich in Jahren gegessen habe nicht vergessen (siehe mein Twitterkonto). Als ich die Stadt verliess, habe ich ein Schokoladen-Orangen Muffin im Harvest Market Café im Flughafen von Dublin (Terminal 2) probiert. Oh… Mein… Gott! Yum! Ich werde mich in der näheren Zukunft darum kümmern das Rezept zu kopieren und hoffe es euch bald präsentieren zu können. Obwohl ich bezweifle, dass es genaus so toll schmecken wird. Besucht doch das Café wenn ihr mal auf der Durchreise seid. Ein Muss!

Nun ist mein Beitrag ein bisschen in Reisetipps ausgeartet. Aber ich finde es wichtig schöne Orte zum essen und nicht nur Essen zu teilen. Wir sind nicht alle super Köche (zum Beispiel ich) aber sicher mögen wir alle gutes Essen und manchmal ist es schön sich einfach hinzusetzen und ein schönes Essen in einer schönen Location zu geniessen.

DSCF3371

Spätzli mit Pilzen

Es ist schon wieder die Zeit im Jahr, in welcher die Blätter sich färben und langsam ihren Weg zur Erde finden um die wunderschönen Bäume für ein paar weitere Jahre zu nähren. Wenn wir einen schönen Sonnentag draussen, mit einer leichten Jacke aber ohne zu schwitzen verbringen. Wenn die ersten Marroniverkäufer sich bereitmachen unser geschäftiges Leben mit ihren leckeren Waren zu verschönern. Wenn wir förmlich riechen können wie sich das Jahr dem Ende zuneigt und wir uns langsam aber sicher ein paar Fettschichten zulegen müssen um es im Winter schön warm und gemütlich zu haben. Richtig ich habe zulegen gesagt, ich scherze nicht. Denn was gibt es schöneres als den Herbst mit seinen saisonalen Gerichten zu geniessen?

image

Letztes Wochenende gab es einen Frauenabend. Da wir uns normalerweise nicht wie Ü30 benehmen, dachten wir es wäre höchste Zeit dies auszuprobieren. Und zwar mit einem schicken Essen mit Wein all dem Erwachsenenzeugs. Denn, falls euch das noch nicht bewusst ist, die Wildsaison hat soeben begonnen. Habt ihr jemals Wild gegessen? In der Schweiz ist Wild ziemlich beliebt und das zu einem guten Grund. Es ist köstlich. Bei der Auswahl ist mir das Rehfleisch das Liebste. Und letztes Wochenende gab es Rehrücken. Wir wurden zwar aufgeklärt, dass unser Fleisch tatsächlich von einem jungen (Baby-)Hirsch kam. Man bekommt Wildfleisch eigentlich nur wenn die Jagdsaison gestartet hat (also ungefähr heute vor 10 Tagen). Natürlich ist das Ganze nicht billig, aber jeden Rappen wert. Ich habe auf meinem Twitterkonto ein Bild unseres Tellers heraufgeladen (Jawohl EINES unseres Tellers, da man immer mindestens zwei bekommt).

Manche Leute mögen die Beilagen noch fast lieber. Hausgemachte Spätzli, süsser Rotkohl, caramelisierte Marroni, eine Birne oder Apfel mit Johannisbeersauce und manchmal, aber nur manchmal Rosenkohl (den finde ich aber auch lecker). Für mich ist das Herbst auf einem Teller. Ich freue mich normalerweise schon Monate im voraus auf dieses Gericht.

DSCF3374

Nun, da ich eine sehr guter Esserin, aber eine schlechte Köchin bin (ich backe halt lieber), werde ich kein Rehrückenrezept mit euch teilen (ich wüsste gar nicht wo anfangen). Aber ich habe etwas aus herbstlichen Beilagen gezaubert. Spätzli mit Pilzen und Weichkäse. Das ist ein sehr gutes Resteessen und schnell gemacht, wenn man nach der Arbeit einfach nur noch essen will.

Spätzli mit Pilzen

  • Portionen: 1
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Zutaten
125g Spätzli
8 Pilze (ich habe Champignions benutzt), gewaschen und geschnitten
1/2 Peperoni, gewaschen und geschnitten
1 kleine Zwiebel, geschnitten
3 Cherrytomaten, halbiert
1/2dl Rotwein
1/2dl Gemüsebouillon
Ein paar Scheiben Weichkäse

1. Die Spätzli nach Anleitung im heissen Wasser für 2 Minuten kochen, dannach beiseite stellen.
2. Die Pilze, Zwiebel und Peperoni andünsten.
3. Den Wein zugeben und köcheln lassen bis fast alles verdünstest ist.
4. Die Tomaten und die Bouillon hinzugeben und ein paar Minuten köcheln lassen.
5. Wenn fast alle Flüssigkeit absorbiert ist, die Spätzle und den Weichkäse hinzugeben. Ein bisschen verrühren.

Fertig!

DSCF3377

Nur weil ich zu faul war meine eigenen Spätzli zu machen, heisst das nicht, dass ihr das genauso machen müsst. Hier in der Schweiz schmecken die vorbereiteten Spätzli halt auch und manchmal muss es einfach schnell gehen. Aber hier findet ihr ein einfaches und gut beschriebenes Spätzli Rezpet. Probiert es doch mal aus.