Focaccia

Wie ich euch in einem früheren Beitrag erzählt habe, sind meine Gedanken seit neuestem bei „Essen für 1“. Und das erste dass mir eingefallen ist war die herrliche Focaccia!

Ihr denkt wahrscheinlich „das ist doch nur Brot und keine Mahlzeit“. Stimmt, aber die Focaccia ist so vielseitig. Man kann ein Sandwich daraus basteln, oder es mit einem kleinen Salat essen. Natürlich könnte ich mich auch in der Kantine zu meinem Banknachbarn hinüberbeugen und meine Focaccia in seine (hoffentlich) hausgemachte Sauce tunken. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Sehr lang. Ich beschloss den ersten Teil meiner Focaccia zum Abendbrot zu verspeisen (das ist normalerweise Käse und Aufschnitt oder ähnliches. Ich wohne schliesslich in der Schweiz) und den Rest zum Mittagessen. Magisch in ein Sandwich verwandelt.

Wenn ich an der Focaccia etwas liebe, dann ist es die Textur. Wenn man den Teig lange genug (aber nicht zu lange) knetet, erhält man im Endprodukt diese wundervollen kleinen Luftlöcher, welche den Teig so leicht machen. Das restliche Olivenöl und die Salzkörner streue ich kurz vor dem Backen über meine Focaccia. Lecker.

DSCF3362

Focaccia

  • Portionen: 1 loaf
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Ingredients:

250g Mehl
2/3 TL Salz
10g Hefe, zerkrümelt
1,6 dl lauwarmes Wasser
1,5 EL Olivenöl

Olivenöl je nach Geschmack
Rosmarin je nach Geschmack
Salz je nach Geschmack

1. Vermische das Mehl mit dem Salz und der Hefe in einer Schüssel.
2. Füge das Wasser und Olivenöl dazu und verarbeit das Ganz in einen geschmeidigen, weichen Teig.
3. Den Teig zugedeckt bei Raumtemepratur ca. 1 Stunde aufgehen lassen.
4. Den Teig vorsichtig auf ein Backblech geben und sanft in ein ca. 2 cm dicke Form drücken.
5. Ein paar Kreuze mit dem Messer einschneiden.
6. Salz, Rosmarin und das Olivenöl je nach Geschmack auf den Teig streuen.

Ca. 25 Minuten bei 220° im vorgeheizten Ofen backen.

DSCF3367

Advertisements

Apfelkuchen Version 2.0

Der Herbst hat einen wundervollen Start hingelegt. Obwohl es morgens sehr kalt ist (aber so soll ein richtiger Herbst auch sein) erfreuen uns die Tage mit warmen Sonnenschein währen wir eine Tasse Tee im Grünen schlürfen. Wunderschön. Der Herbst ist wohl meine liebste Jahreszeit.

In diesem Sinne, sagt nichts mehr „Herbst“ wie Äpfel. Die sehen sogar wie Herbst aus mit ihren grellen Farben. Daher bringe ich euch ein Apfelkuchenrezept. Ich weiss genau was ihr denkt. Sie hat das doch schon mal gemacht und lange her ist es auch noch nicht. Laaannngggweilig. Na ja, stimmt. Aber dieses Rezept ist die Version 2.0. Kleiner (da ich jetzt nur noch für 1 Person koche), besser und viel leckerer. Ich konnte euch dieses Rezept doch nicht vorenthalten, oder?

DSCF3368

Apfelkuchen Version 2.0

  • Portionen: 2
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Zutaten für den Teig:

200g Mehl
½ TL Salz
100g Butter, kalt in Stückchen
½ dl Wasser

1. Das Mehl mit dem Salz mischen.
2. Die Butter hinzugeben und in den Teig arbeiten bis es eine krümelige Masse ist.
3. Wasser von der Mitte an einrühren und zu einem Teig formen (nicht kneten).
4. Die Hälfte für das nächste Mal einfrieren und die andere Häflte für diesen Kuchen benutzen.
5. Teig ausrollen und in die Form geben.
6. Ca. 30 Minuten an einem kühlen Ort ruhen lassen, anschliessend mit einer Gabel einstechen.

Zutaten für die Füllung (für eine runde Form von Ø 19cm):
3 mittelgrosse Äpfel
2 EL gemahlene Haselnüsse
2 Eier
1/2 – 1dl Milch
1 TL Zimt
1 TL Vanillezucker
1 EL Aprikosenkonfitüre

1. Die Äpfel schälen und in Scheiben schneiden.
2. Die Haselnüsse auf dem Teigboden verteilen.
3. Die Äpfel auf dem Teig und den Haselnüssen gleichmässig verteilen.
4. Eier, Milch, Vanillezucker und Zimt gut mischen.
5. Den Guss über den Kuchen giessen.

Ca. 40 minutes bei 200° backen. Nach der Backzeit den noch warmen Kuchen mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen.

Hat euch mein Kuchen geschmeckt? Ich hoffe! Meiner war innert wenigen Minuten verputzt.
DSCF3373

Ich bin letztens auch etwas gereist. Seit mein Partner für ein Studium zurück nach Irland gezogen ist, war mein Bedürfnis ihn zu besuchen gross. Das bedeutet, dass ich im schönsten Sonnenschein den Pier in Dun Laoghaire entlangschlendern konnte, die Herbstsonne in einem tollen Café  in Dalky genoss (wenn ihr mal in der Gegend seid, solltet ihr undbedingt das Tramyard besuchen) und während der Kulturnacht Dublin erkunden konnte. Oh und natürlich darf ich den besten Muffin, den ich in Jahren gegessen habe nicht vergessen (siehe mein Twitterkonto). Als ich die Stadt verliess, habe ich ein Schokoladen-Orangen Muffin im Harvest Market Café im Flughafen von Dublin (Terminal 2) probiert. Oh… Mein… Gott! Yum! Ich werde mich in der näheren Zukunft darum kümmern das Rezept zu kopieren und hoffe es euch bald präsentieren zu können. Obwohl ich bezweifle, dass es genaus so toll schmecken wird. Besucht doch das Café wenn ihr mal auf der Durchreise seid. Ein Muss!

Nun ist mein Beitrag ein bisschen in Reisetipps ausgeartet. Aber ich finde es wichtig schöne Orte zum essen und nicht nur Essen zu teilen. Wir sind nicht alle super Köche (zum Beispiel ich) aber sicher mögen wir alle gutes Essen und manchmal ist es schön sich einfach hinzusetzen und ein schönes Essen in einer schönen Location zu geniessen.

DSCF3371

Spätzli mit Pilzen

Es ist schon wieder die Zeit im Jahr, in welcher die Blätter sich färben und langsam ihren Weg zur Erde finden um die wunderschönen Bäume für ein paar weitere Jahre zu nähren. Wenn wir einen schönen Sonnentag draussen, mit einer leichten Jacke aber ohne zu schwitzen verbringen. Wenn die ersten Marroniverkäufer sich bereitmachen unser geschäftiges Leben mit ihren leckeren Waren zu verschönern. Wenn wir förmlich riechen können wie sich das Jahr dem Ende zuneigt und wir uns langsam aber sicher ein paar Fettschichten zulegen müssen um es im Winter schön warm und gemütlich zu haben. Richtig ich habe zulegen gesagt, ich scherze nicht. Denn was gibt es schöneres als den Herbst mit seinen saisonalen Gerichten zu geniessen?

image

Letztes Wochenende gab es einen Frauenabend. Da wir uns normalerweise nicht wie Ü30 benehmen, dachten wir es wäre höchste Zeit dies auszuprobieren. Und zwar mit einem schicken Essen mit Wein all dem Erwachsenenzeugs. Denn, falls euch das noch nicht bewusst ist, die Wildsaison hat soeben begonnen. Habt ihr jemals Wild gegessen? In der Schweiz ist Wild ziemlich beliebt und das zu einem guten Grund. Es ist köstlich. Bei der Auswahl ist mir das Rehfleisch das Liebste. Und letztes Wochenende gab es Rehrücken. Wir wurden zwar aufgeklärt, dass unser Fleisch tatsächlich von einem jungen (Baby-)Hirsch kam. Man bekommt Wildfleisch eigentlich nur wenn die Jagdsaison gestartet hat (also ungefähr heute vor 10 Tagen). Natürlich ist das Ganze nicht billig, aber jeden Rappen wert. Ich habe auf meinem Twitterkonto ein Bild unseres Tellers heraufgeladen (Jawohl EINES unseres Tellers, da man immer mindestens zwei bekommt).

Manche Leute mögen die Beilagen noch fast lieber. Hausgemachte Spätzli, süsser Rotkohl, caramelisierte Marroni, eine Birne oder Apfel mit Johannisbeersauce und manchmal, aber nur manchmal Rosenkohl (den finde ich aber auch lecker). Für mich ist das Herbst auf einem Teller. Ich freue mich normalerweise schon Monate im voraus auf dieses Gericht.

DSCF3374

Nun, da ich eine sehr guter Esserin, aber eine schlechte Köchin bin (ich backe halt lieber), werde ich kein Rehrückenrezept mit euch teilen (ich wüsste gar nicht wo anfangen). Aber ich habe etwas aus herbstlichen Beilagen gezaubert. Spätzli mit Pilzen und Weichkäse. Das ist ein sehr gutes Resteessen und schnell gemacht, wenn man nach der Arbeit einfach nur noch essen will.

Spätzli mit Pilzen

  • Portionen: 1
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Zutaten
125g Spätzli
8 Pilze (ich habe Champignions benutzt), gewaschen und geschnitten
1/2 Peperoni, gewaschen und geschnitten
1 kleine Zwiebel, geschnitten
3 Cherrytomaten, halbiert
1/2dl Rotwein
1/2dl Gemüsebouillon
Ein paar Scheiben Weichkäse

1. Die Spätzli nach Anleitung im heissen Wasser für 2 Minuten kochen, dannach beiseite stellen.
2. Die Pilze, Zwiebel und Peperoni andünsten.
3. Den Wein zugeben und köcheln lassen bis fast alles verdünstest ist.
4. Die Tomaten und die Bouillon hinzugeben und ein paar Minuten köcheln lassen.
5. Wenn fast alle Flüssigkeit absorbiert ist, die Spätzle und den Weichkäse hinzugeben. Ein bisschen verrühren.

Fertig!

DSCF3377

Nur weil ich zu faul war meine eigenen Spätzli zu machen, heisst das nicht, dass ihr das genauso machen müsst. Hier in der Schweiz schmecken die vorbereiteten Spätzli halt auch und manchmal muss es einfach schnell gehen. Aber hier findet ihr ein einfaches und gut beschriebenes Spätzli Rezpet. Probiert es doch mal aus.

Studentencake – Europäisches Backen

Es ist Europäische Woche beim „Great British Bake Off“ auf BBC1 (jeweils Mittwochs) und was backe ich genau 2 Stunden vorher ohne davon zu wissen? Ein Studentencake! Wisst ihr überhaupt was das ist? Sofern ich weiss, handelt es sich hier um eine Schweizer Kreation (könnte natürlich auch Deutsch oder Österreichisch sein). Normalerweise wird das Studentencake oder auch Studentenschnitte genannt mit Resten gebacken. Daher auch der Name. Günstig und lecker. Die Studentenschnitte gehört zu meinen liebsten Backwaren und ich kaufe die oft als kleinen Nachtischsnack. Daher musste ich nun einfach eine eigene Kreation ausprobieren.

Das Cake selber ist gar nicht mal so einfach zu backen und ich habe gemerkt, wie einfach meine normalen Cakes sind. Die Sendung „The Great British Bake Off“ ist wirklich eine Inspiration für mich, damit ich mal etwas schwereres ausprobiere. Aber Mary und Paul würden mein Cake wahrscheinlich als unordentlich betiteln. Das ist natürlich nicht ganz falsch, aber da es mein erstes Studentencake war lass ich es durchgehen. 😉

DSCF3386

Aber jetzt lass uns doch mal über das „Bake Off“ reden. Ich war noch nie so aufgeregt und besorgt zur gleichen Zeit. Zwei meiner Favoriten waren in der Eliminierungsrunde und phu… nochmal Glück gehabt, niemand musste gehen. Allerdings mag ich zu diesem Zeitpunkt der Sendung alle Kandidaten. Alle bringen etwas ganz besonderes mit. Ooo und die Schwedische Prinzessinentorte… Hier in Kontinentaleuropa kennt diese fast jeder, ich war echt erstaunt, dass die Briten diese sogut wie gar nicht gekannt haben. Also wenn ihr könnt, unbedingt mal ausprobieren.

Studentencake

  • Portionen: 1
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Drucken

Zutaten Mürbeteig:
100g Mehl
40g Zucker
1 Prise Salz
60g Butter, kalt und in Stücken
1 EL Wasser

Zutaten für den Teig:
4 Eigelbe
50g Zucker
1 EL heisses Wasser

4 Eiweisse
1 Prise Saltz
250g helle Butterkekse, fein gemahlen
100g gemahlene Haselnüsse
4 EL Schokoladenpulver
2 EL Kakaopulver
1 TL Zimt

2 EL Aprikosenmarmelade

125g Kuchenglasur

Mürbteig:
1. Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen.
2. Die Butter hinzugeben und zu einer krümeligen Masse verreiben.
3. Wasser beifügen und in einen weichen Teig zusammenfügen (nicht kneten).
4. Den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Backform geben und flachdrücken.
5. An einem kühlen Ort für 30 Minuten ruhen lassen.
6. Den Teig mit einer Gabel dicht einstechen.

Für 15 Minuten in der unteren hälfte des Backofens bei 200° backen. Den abgekühlten Teig mit der Aprikosenmarmelade einstreichen.

Teig:
1. Die Eigelbe mit dem Zucker und Wasser mit dem Schwingbessen des Handrührgeräts ca. 5 Minuten rühren bis die Masse schaumig ist.
2. Die Eiweisse mit dem Saz steif schlagen.
3. Die Butterkekse, Haselnuss, Schokoladen- und Kakaopulver und Zimt mischen.
4. Eischnee und Keksmasse abwechslungsweise unter die Eigelbmischung ziehen und sanft darunterziehen,
5. Auf dem Cakeboden verteilen.

Für 35 Minuten bei 200° backen und etwas auskühlen lassen. Die geschmolzene Kuchenglasur auf dem Cake verteilen und abkühlen lassen. Anschliessend aus der Cakeform nehmen.

DSCF3381

Ich war etwas erschrocken, als ich meine Bilder gesehen habe. Es war schon spät am Abend, das Licht war schlecht und am nächsten Tag war das Cake schon weg. Gut das ist nun doch ein riesiges Kompliment. Aber immerhin war es ganz lecker. Ich würde sogar noch eine Schicht Aprikosenmarmelade unter der Kucheglasur vorschlagen.

Nun bringe ich diese Cake zu Angie und ihrem Fiesta Friday. Wie üblich bin ich etwas spat dran, aber das bedeutet, dass ihr die restlichen Cakes von gestern schon verdaut habt und nun Platz für meines habt 🙂 Ich hoffe euch schmeckts.

Cantucci

DSCF3351

Ich war etwas langsam und faul wenn beim veröffentlichen von neuen Beiträgen in der letzten Zeit. Mein Freund hat seine Koffer gepackt und ist für eine Ausbildung zurück nach Irland für ein Jahr gegangen. Nun finde ich es etwas schwierig Motivation zum kochen und backen für eins zu finden. Aber so langsam kommt die Motivation zurück.

Daher präsentiere ich euch heute mal Cantucci, welche ich vor ein paar Wochen gemacht habe. Cantucci gehören zu meinen liebsten Keksen. Gleich nach den Florentiner. Aber nur knapp dahinter.

DSCF3342

Cantucci

  • Portionen: 25 cookies
  • Schwierigkeit: easy
  • Drucken

Zutaten:
50g Mandeln
2 Eier
100g Zucker
1/2 Orange (nur die Schale)
1 Prise Salz
150g Mehl
25g gemahlene Mandeln
1/8 Teelöffel Backpulver

1. Die Mandeln zum rösten auf einem Blech verteilen und 10 Minuten bei 200° backen.
2. Die Mandeln abkühlen lassen und in Stücke schneiden.
3. Die Eier, Zucker, Orangenschale und Salz ungefähr 3 Minuten mit dem Schwingbesen des Handrührgerätes vermischen.
4. Die gerösteten Mandeln mit dem Mehl und den gemahlenen Mandeln mit den anderen Zutaten vermischen und zu einem weichen Teig formen.
5. Den Teig teilen und zu zwei 3cm dicken Rollen formen.
6. Auf ein Blackblech legen und für ca. 20 Minuten bei 200° backen.
7. Die Rollen aus dem Backofen nehmen und den Backofen auf 180° zurückschalten.
8. In Stücke von ca. 1cm schneiden und wieder für 8 Minuten in den Ofen schieben.
9. Den Ofen abschalten und die Tür mit einer Kelle leicht offen lassen.
10. Noch 15 Minuten im Ofen trocknen.

DSCF3337

Dies war mein erster Versuch Cantucci zu machen. Ich war echt überrascht wie gut diese geworden sind. Cantucci haben es so an sich, dass sie sehr hart sind und diese natürlich auch. Aber nicht ganz so hart wie ich es erwartet habe. Man will sich ja nicht gleich die Zähne herausbeissen. Wobei bei diesen Cantucci wäre es die Mühe schon fast wert.

DSCF3343