Focaccia

Wie ich euch in einem früheren Beitrag erzählt habe, sind meine Gedanken seit neuestem bei „Essen für 1“. Und das erste dass mir eingefallen ist war die herrliche Focaccia!

Ihr denkt wahrscheinlich „das ist doch nur Brot und keine Mahlzeit“. Stimmt, aber die Focaccia ist so vielseitig. Man kann ein Sandwich daraus basteln, oder es mit einem kleinen Salat essen. Natürlich könnte ich mich auch in der Kantine zu meinem Banknachbarn hinüberbeugen und meine Focaccia in seine (hoffentlich) hausgemachte Sauce tunken. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Sehr lang. Ich beschloss den ersten Teil meiner Focaccia zum Abendbrot zu verspeisen (das ist normalerweise Käse und Aufschnitt oder ähnliches. Ich wohne schliesslich in der Schweiz) und den Rest zum Mittagessen. Magisch in ein Sandwich verwandelt.

Wenn ich an der Focaccia etwas liebe, dann ist es die Textur. Wenn man den Teig lange genug (aber nicht zu lange) knetet, erhält man im Endprodukt diese wundervollen kleinen Luftlöcher, welche den Teig so leicht machen. Das restliche Olivenöl und die Salzkörner streue ich kurz vor dem Backen über meine Focaccia. Lecker.

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Focaccia

  • Portionen: 1 loaf
  • Zeit: 1h40mins
  • Schwierigkeit: easy
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Ingredients:

250g Mehl
2/3 TL Salz
10g Hefe, zerkrümelt
1,6 dl lauwarmes Wasser
1,5 EL Olivenöl

Olivenöl je nach Geschmack
Rosmarin je nach Geschmack
Salz je nach Geschmack

1. Vermische das Mehl mit dem Salz und der Hefe in einer Schüssel.
2. Füge das Wasser und Olivenöl dazu und verarbeit das Ganz in einen geschmeidigen, weichen Teig.
3. Den Teig zugedeckt bei Raumtemepratur ca. 1 Stunde aufgehen lassen.
4. Den Teig vorsichtig auf ein Backblech geben und sanft in ein ca. 2 cm dicke Form drücken.
5. Ein paar Kreuze mit dem Messer einschneiden.
6. Salz, Rosmarin und das Olivenöl je nach Geschmack auf den Teig streuen.

Ca. 25 Minuten bei 220° im vorgeheizten Ofen backen.

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Rosmarin, Cherrytomaten und Zwiebelfougasse

Ich habe in der letzten Zeit so viele fantastische Rezepte von der Französischen Fougasse auf dem Internet gesehen.  Zwar habe ich selber noch nie eine Fougasse gegessen, aber das Brot sieht so toll aus. Die elegante Blattform erinnert eher an ein Kunstobjekt als an einen Brottyp. Mir wurde auch gesagt, dass die italienische Focaccia ein Verwandter der Fougasse ist und Focaccia finde ich einfach nur lecker.

Nun wird es also höchste Zeit meine gegenwärtige Freizeit zu einem guten Zweck zu benutzen.

Ofen an und backen.

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Sogar ungebacken sieht die Fougasse lecker aus.

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Rosmarin, Cherrytomaten und Zwiebelfougasse

  • Portionen: Perfekt für zwei
  • Zeit: 1h50mins
  • Schwierigkeit: easy
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Zutaten
250g Weissmehl
3.5g (halbes Päckchen) Hefe
1 Kaffeelöffel Salz
0.5 Kaffeelöffel Zucker
175ml Hand-warmes Wasser
1 Esslöffel Olivenöl
1 Zwiebel, fein gehackt
0.5 Esslöffel Olivenöl
Ein paar Cherrytomaten
Ein paar Rosmarinzweige

1. Mehl mit der Hefe, Salz und Zucker mischen.
2. Wasser und Öl mischen und das Ganze zu einem weichen Teig zusammenfügen.
3. Für ca. 5-10 Minuten kneten, bis der Teig weich und nicht mehr klebrig ist.
4. Die Zwiebel kurz anrösten, bis sie weich sind.
5. Ein paar Rosmarinstängel klein schneiden und zur Zwiebel hinzufügen.
6. Die Hälfte des Rosmarin/Zwiebelmix in den Teig kneten.
7. Den Teig auf ein Backpapier geben und zu einem Blatt formen.
8. Mit einem scharfen Messer in der Mitte längsseitig einschneiden sowie jeweils dreimal an den Seiten.
9. Die Schnitte leicht öffnen.
10. Etwas Wasser auf den Teig pinseln.
11. Die übriggebliebene Zwiebel, Rosmarin und Cherrytomaten auf dem Teig verteilen.
12. Ca. 15 Minuten aufgehen lassen.

Backen im vorgeheizten Ofen bei 220° ca. 20 Minuten bis goldbraun.

Abgesehen vom offensichtlichen Missgeschickt (dass meine Einschnitte wieder zusammengewachsen sind) hat diese Fougasse super geschmeckt. Das Rezept habe ich von der bbcgoodfood Website. Ich habe abgesehen von der Menge bei den Tomaten und dem Rosmarin und dass ich die Zutaten halbiert habe nichts am Rezept geändert. Das nächste Mal würde ich allerdings noch gehackte Oliven, wahrscheinlich schwarze, beifügen. Mit der Zwiebel könnte das super schmecken.

140813 Fougasse

Die Konsistenz war sehr zufriedenstellend. Ich habe es bis anhin noch nie  geschafft ein tolles Brot (mal abgesehen vom Zopf) zu backen, aber dieses hat mir super geschmeckt. Der Teig war leicht und luftig, ich schreibe dies mal den 5 Minuten extra kneten zu. Meine Tomaten waren etwas zu gross für diese kleine Fougasse, aber ich nehme lieber was mir gerade zur Hand ist als etwas unnötiges zu kaufen.

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Ich denke ich werde diese Fougasse diesen Freitag zum Fiesta Friday bringen. Ich weiss, ich weiss.. es ist noch ein bisschen früh über Freitag zu reden. Wir haben ja schliesslich noch einen Tag voll backen oder essen oder beides vor uns. Aber ich habe mich so über den Erfolg von dieser Fougasse gefreut, dass ich sie umgehend mit euch teilen musste.

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Oh und an unserem Tisch wurde die Fougasse mit Aufschnitt, Alpenkäse und Salsiz gegessen. Für diejenigen die Salsiz nicht kennen, es ist eine Trockenwurst aus dem Graubünden. Etwas feiner als eine Salami, luftgetrocknet und in der Regel mit Schweinefleisch hergestellt. Unsere hat aber auch eine Menge Rindsfleisch drin. Yup, ich mag mein Fleisch.